TIA diagnostizieren

  • Guten Tag zusammen, ich habe seit Mitte März immer wieder einseitige Gefühlstörungen auf der rechten Seite vom Kopf bis ins Gesicht. Manchmal auch in der Hand..War bereits in der Klinik. Es wurde CT, MRT und alles angeschaut und nichts war auffällig. Auch die Arterien sind frei. Nun hat eine bekannte Ärztin geäußert das es Tías sein könnten. Die taubheitsgefühle treten fast täglich auf. Manchmal für 30 Minuten. Können aber auch mal für 2 Wochen weg sein und kommen dann wieder. Was ist ihre Meinung zu dem Verdacht ? Herzlichen Dank fürs antworten

  • LaSonrisa May 5, 2024 at 2:47 PM

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  • Nachtrag: mein Cholesterinspiegel ist etwas erhöht. Ansonsten sind alle Blutwerte unauffällig. Auch das Herz wurde angeschaut. Niedriger Blutdruck und etwas zu hoher Puls. Man muss aber dazu sagen das ich vor 12 Wochen eon Kind bekommen habe. Manchmal fällt es mir zudem schwer Wörter zu finden.
    Viele Grüße

  • Also ich würde das allerdings auch als TIA ansehen

    Ich hatte auch damals immer wieder Taubheit und Kribbeln in einer Hand und auch Schwindelanfälle da das immer nach einigen Minuten wieder wegging habe ich das ignoriert Hatte damals Grade viel Stress sowohl auf der Arbeit als auch privat Und dann kam ein großer Schlaganfall bei dem ich beinahe gestorben wäre

    Bis heute ist noch eine Lähmung der linken koerperseite übriggeblieben Heute weiß ich das waren TIAS und ich hatte damals schon gleich zum Arzt oder ins Krankenhaus gehen sollen mir wäre viel erspart geblieben

    Ich verstehe allerdings nicht das sie bei dir nichts finden Vorsichtshalber solltest du nochmal zu einem anderen Arzt gehen liebe Grüße Manuela

  • Liebe Manuela , danke für deine Antwort.
    Ich spüre irgendwie das mir mir was nicht stimmt. Und das mit den Tías könnte wirklich sein. Zumindest liest es sich plausibel. War schon bei 2 Neurologen und im Krankenhaus. Im MRT ,CT und Ultraschall Arterien und Herz war alles unauffällig. Blutdruck ist auch eher niedrig. Aber die Taubheit kommt und geht und macht mich wahnsinnig.es ist aber kein grippalen- sondern ich verspüre auf der rechten Seite eine Taubheit bzw. Ein komisches empfinden. Kann es nicht beschreiben. Die Ärzte meinte dass das Stress ist. Bin auch erst 35 und ansonsten gesund.

  • hallo la sonrisa,


    also ich sehe das genauso wie die julia!! leider war das bei mir auch so und jetzt hab ich den dreck schon sooo lange 6 jahre!!! und das leben ist vorbei-hat bei mir genauso angefangen-unbedingt tierisch ernst nehmen und den schlag verhindern!!!. also ursachen rausfinden!!! präventionen könnten sein 1. herzverschluss mittels "schirmchen- geht minimalinvasiv über die leiste und ist -standardblumenstrauss- absolut harmlos, so wie bei mir! und2. blutverdünner gegen trombusbildung . geht auch locker!.

    drück dir die daumen.


    artur mal wieder aus karlsruhe

  • Vielen Dank für eure Antworten und Ratschläge. Kann man TÍAS denn jeden Tag haben und mehrmals hintereinander ?denn das ist der Fall bei mir.
    Meine Blutwerte wurden alle gescheckt. Auch das Herz ist in Ordnung. Arterien sind auch alle frei. Aber man kann diese Tías nicht nachvollziehen oder ?
    Ich bin mittlerweile so verzweifelt, weil ich gerade Mama geworden bin und ständig diese Taubheit rechts im Kopf habe. Das macht einen dann verrückt.

  • Hallo LaSonrisa,

    es ist verständlich, dass Sie die unklaren und wiederkehrenden Gefühlsstörungen als beunruhigend erleben. Bitte bedenken Sie, dass wir hier im Forum aus rechtlichen und fachlichen Gründen keine individuelle Beratung und medizinische Einschätzung vornehmen können.

    Wir können eine TIA aufgrund der begrenzten schriftlichen Schilderungen weder als wahrscheinlich bewerten noch ausschließen. Es handelt sich daher nur um allgemeine Informationen, die Sie in Ihre Überlegungen und Gespräche bei Ihrem nächsten Arztbesuch einbeziehen können.

    Es ist möglich, mehrere transitorische ischämische Attacken (TIAs) über einen kurzen Zeitraum zu erleben. Wiederholtes und tägliches Auftreten über längere Zeit wäre sehr ungewöhnlich. Typischerweise treten die Symptome bei einer TIA bedingt durch eine akute und noch vorübergehende Durchblutungsstörung plötzlich auf und dauern einige Minuten bis zu einer Stunde, selten länger. In dieser Zeit klingen sie in der Regel wieder vollständig ab. Warum sie dennoch ernst zu nehmen sind und eine TIA ein erhöhtes Risiko für einen späteren Schlaganfall anzeigt, wird im Artikel erläutert.

    Sensibilitätsstörungen können auch bei bestimmten Formen der Epilepsie oder von Migräne mit Aura-Symptomen auftreten, die manchmal ohne den klassischen nachfolgenden Kopfschmerz vorkommen. Auch hormonelle Veränderungen nach der Geburt sowie psychische Faktoren können in Betracht kommen. Stress, Angst- oder Panikattacken sind keine Ursachen, sondern eher Trigger, auch für psychovegetative Reaktionen mit möglichem Einfluss auf die Blutdruck- und Pulsregulation sowie kognitive Funktionen. Da sind neben Wortfindungsstörungen weitere Symptome zu erfragen.

    Nun haben die bei Ihnen bereits durchgeführten Untersuchungen wie MRT, CT, Ultraschall und Laboruntersuchungen scheinbar keine Hinweise auf wesentliche Herz- und Gefäßprobleme, zentrale Nerven- und Hirnstörungen oder andere schwerwiegende Erkrankungen ergeben. Dies ist wichtig und erfreulich. Diese umfassende Differenzial- und Ausschlussdiagnostik ist der richtige Weg, um keine akuten Probleme zu übersehen. Positiv ist auch, dass Risikofaktoren wie z.B. ein erhöhter Cholesterinspiegel erkannt wurden, Risikofaktoren sollten möglichst eingestellt und überwacht werden.

    In vielen Fällen können sich unklare Empfindungsstörungen spontan zurückbilden, ohne dass eine spezifische Ursache gefunden wird, wie bei der idiopathischen Fazialisparese, die auch mit einer Schwäche oder Lähmung der Gesichtsmuskulatur einhergehen kann.

    Dennoch könnte es hilfreich sein, die Symptome für Ihre Ärzte noch einmal genauer zu beschreiben und zu dokumentieren. Offenbar treten bei Ihnen einseitige Taubheitsgefühle auf, ohne Kribbeln, Schmerzen oder motorische Auffälligkeiten wie Muskelschwäche. Gibt es Auslöser für die Episoden oder Situationen als Verstärker? Wie oft und wie stark treten sie auf? Kommt es zu einem teilweisen oder manchmal auch vollständigen Verlust der Sensibilität? Sind leichte Berührungen unangenehm, ist das Schmerz- und Temperaturempfinden beeinträchtigt? So etwas.

    Fazit:

    Die Ursachen für ein einseitiges Taubheitsgefühl reichen von harmlosen Zuständen, einem nur vorübergehend durch Druck abgeklemmten Nerv, bis hin zu Symptomen ernsthafter Erkrankungen wie z. B. einem Schlaganfall/TIA, Multiple Sklerose und Infektionssyndrome wie Gürtelrose oder Borreliose/Lyme-Krankheit. Allerdings sind damit auch andere Symptome verbunden. Stoffwechselstörungen und Mangelerscheinungen wie z. B. Vitamin B12- und Eisenmangel sollten ebenfalls ausgeschlossen sein. In seltenen Fällen kann es sich um Nebenwirkungen von Medikamenten handeln.


    Möglicherweise sind hier einige neue Aspekte dabei, um sie mit Ihrem Hausarzt oder in der neurologischen Vorstellung zu besprechen. Insbesondere bei akuten und plötzlich veränderten Symptomen gilt weiterhin, sich unverzüglich medizinische Hilfe zu holen.

    Herzliche Grüße und alles Gute

    Dr. med. Karin Kelle-Herfurth

  • Liebe Frau Dr.med.Karin Kelle-Herfurth, herzlichen Dank für ihre ausführliche Antwort und die super Ansätze, die mir sehr helfen und ich in jedem Fall nochmals mit meinen Ärzten besprechen werde. Dadurch das ich noch sehr jung bin und gerade Mama geworden, macht man sich sehr viele Gedanken und hat Angst. Die Fragestellungen haben mir sehr geholfen - auch für mich das Ganze nochmals zusammenzufassen.
    Es sind eher Gefühlsstörungen ohne Schmerzen und Ausfallerscheinungen. Ich nehme die rechte Seite mit einen komischen Gefühl wahr (Empfindung ist anders) vom Kopf seitlich bis ins Gesicht.
    Das Gefühl entsteht fast täglich - sogar mehrmals am Tag. Wenn ich verstärkt daran denke, dann nehme ich es auch verstärkt war. Mittlerweile kam noch der Verdacht auf HWS SYNDROM raus.
    Ich werde in jedem Fall ihre Ansätze in die Gespräche mitnehmen.

    Ein großes Dankeschön für ihre sehr gute Beratung.

  • Hallo LaSonrisa, es freut mich, dass Sie die Vorschläge hilfreich finden und wenn Sie sich durch Ihre weiteren Überlegungen gut auf die Gespräche vorbereitet fühlen.

    Der Begriff „HWS-Syndrom“ ist ein sehr weit gefasster Sammelbegriff für Beschwerden, die diagnostisch oft keine spezifische Ursache ergeben und unterschiedlich ausgeprägt sein können. In der Praxis finden sich häufig Muskelverspannungen, Fehlhaltungen oder auch degenerative Veränderungen der Halswirbelsäule bis hin zum „eingeklemmten Nerv“ bei Kompression in Verbindung mit ungünstigen Bewegungsmustern. Wie oben erwähnt, können auch sensorische Störungen auftreten. Erfreulich ist, dass funktionelle physiotherapeutische Behandlungen mit Krankengymnastik, manueller Therapie und Entspannungstechniken zur Stressregulation meist schnell gut ansprechen.

  • Liebe Frau Dr.Karin Kelle - Herfurth. Vielen Dank für die Ansätze nochmals. Ich habe diese bei meinen Ärzten angebracht. Nun nochmals eine allgemeine Frage. Ist es möglich das Tias mehrmals am Tag (2-3) mal aufkommen können und dann an mehreren Tagen hintereinander folgen. Herzliche Grüße

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