Schwindel nach Hirnblutung

  • Hallo toka,

    habt ihr schon mal LASEA (Lavedelöl) probiert? Das nimmt mein Freund seit Monaten gegen die damals beginnenden Depressionen. Es hilft auch gegen Angstzustände sehr gut. Ich hatte damit kurz nach seinem SA angefangen und es wirkte bei mir gut. In der Reha habe ich meinem Freund davon berichtet und er bestätigte mir nach ein paar Tagen, dass es ihm hilft. Als akute Hilfe hatte ich in panikähnlichen Situationen noch Neurexan genommen. Das war richtig gut, es schneidet die "Spitzen" der Panik ab, man wird sofort viel ruhiger. Über LASEA gab es vor 2 Monaten einen Artikel, es hilft ähnlich gut wie Sertralin und kann angeblich sogar die Neuroplastizität und Neurogenese fördern.

    Liebe Grüße

  • Hallo toka1977 ,

    die geschilderten Symptome und der Verlauf lassen eine Weiterbehandlung notwendig erscheinen. Bei organisch bedingten Angst- und affektiven Störungen nach einer Hirnblutung ist eine längerfristige, multimodale Komplexbehandlung erforderlich, die über den Rahmen einer mehrwöchigen Anschlussrehabilitation hinausgeht. Vielleicht meinte der Chefarzt das mit „nicht zielführend“?

    Konkrete Behandlungsempfehlungen, Therapierichtungen oder Einrichtungen kann ich hier im Rahmen des Forums und auf der Basis der mir vorliegenden Informationen nicht geben, dazu bedarf es einer persönlichen Beratung.

    Wichtig erscheint mir derzeit, dass sich die behandelnden Psychologen, Psychiater und Neurologen untereinander abstimmen.

    Einzeltherapeutische Maßnahmen sind oft nicht ausreichend, eine umfassende Therapie kann unter anderem medikamentöse Behandlung, Psychotherapie (möglichst mit Erfahrung in klinischer Neuropsychologie oder zusätzlich), Physiotherapie, Ergotherapie, Alltagskompetenztraining, Angstbewältigungs- und körperorientierte Entspannungsverfahren und Ansätze wie Kunst-, Musik-, Tanz- oder Gestalttherapie integrieren. Je nach Krankheitsbild, Bedürfnissen und realistischen Zielen Ihrer Frau muss hier eher in kleinen Entwicklungsschritten gedacht werden.

    Sprechen Sie daher bitte mit den behandelnden Ärzten über eine möglichst aufeinander abgestimmte Weiterbehandlung. Fragen Sie auch, welche Gründe für und gegen eine stationäre Behandlung in einer spezialisierten Rehabilitationsklinik sprechen, ob dies eventuell zu einem anderen Zeitpunkt sinnvoll ist, ob es z.B. bestimmter Voraussetzungen für die Rehabilitationsfähigkeit bedarf.

    Ihnen und Ihrer Frau alles Gute.

    Herzliche Grüße

    Dr. med. Karin Kelle-Herfurth

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