Körperlich gehts mir schlecht

  • ich habe keine Lust mehr zu Leben. Hatte den 2Schlaganfall meine linke Seite Bein und Arm kann ich kaum beweben das ist so schwer für mich meine Frau leidet auch darunter.

  • Hallo Rolli,

    der Umgang mit den Folgen von Schlaganfällen kann eine enorme Belastung sein, körperlich und emotional, für Betroffene wie Angehörige. Es ist verständlich und auch in Ordnung, sich so zu fühlen, wie Sie es gerade tun. Und Sie sind damit nicht allein, wie Sie auch in diesem Forum von anderen lesen können.

    Ihre Frau ist sicherlich in dieser schwierigen Zeit an Ihrer Seite, aber es könnte auch hilfreich sein, dass Sie gemeinsam professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Es gibt Fachleute, die darin geschult sind, Menschen in Ihrer Situation zu unterstützen, Lösungen zu suchen und Möglichkeiten zu finden, wie Sie mit den Einschränkungen umgehen und wieder Lebensfreude finden können. Ein Neurologe kann Ihnen z. B. medizinische Unterstützung bieten und Wege aufzeigen, wie Sie Ihre Bewegungsfähigkeit und Mobilität durch Reha-Maßnahmen wieder verbessern können. Ein Psychiater oder Psychologe kann Ihnen helfen, mit den überwältigenden Gedanken, Gefühlen und emotionalen Belastungen durch Verzweiflung, Trauer und Verluste umzugehen, die durch die Schlaganfälle entstanden sind.

    Es ist wichtig, sich aufgrund der einschneidenden Veränderungen durch den Schlaganfall um die körperliche und seelische Gesundheit zu kümmern. Für manches reicht die eigene Kraft alleine nicht aus. Dafür braucht es ein soziales Netzt und Versorgungsstrukturen. Denken Sie daran, dass es Möglichkeiten der Unterstützung gibt und dass Veränderung möglich ist.

    In Momenten, in denen Sie sich niedergeschlagen oder überwältigt fühlen, können auch anonyme Notfall-Hotlines wie die Telefonseelsorge eine wichtige Anlaufstelle sein (Nummern für Deutschland: 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222). Die Mitarbeitenden dort sind speziell ausgebildet, einfühlsam und erfahren im Umgang mit seelischen Krisen. Bitte zögern Sie nicht, sich Entlastung zu suchen und Hilfe in Anspruch zu nehmen.

    Mit freundlichen Grüßen und guten Wünschen für Sie und Ihre Frau.
    Dr. med. Karin Kelle-Herfurth

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